Höhepunkte am Staatsfeiertag 1. Mai 2011 in Österreich:
In Österreich wird der Staatsfeiertag nicht gefeiert. Es
sind jedenfalls keine Feierlichkeiten bekannt. Grund sind die ewigen Streiterein
zwischen Sozialisten und Christlichsozialen seit 1933. Deshalb gab es in
der 1. Republik auch fast keine gemeinsamen Feierlichkeiten. In der 2.
Republik war es nicht viel besser. Bis heute gibt auch keine staatlichen
Feiern oder Militärparaden des Heeres - so wie dies in anderen Ländern
üblich ist -, obwohl Österreich derzeit noch ein eigenes Bundesheer
hat (Anm.: Zyniker sprechen - aufgrund des desolaten Zustandes unserer
Mini-Armee eher von einer Wach- und Schließgesellschaft). Der amtierende
österreichische Verteidiungsminister Norbert Darabos (SPÖ) ist
ein Wehrdienstverweigerer und so darf man sich auch keine Militärparaden
oder Leistungsschauen des Bundesheeres am Staatsfeiertag erwarten. Aber
auch seinen Vorgängern ist zum österreichischen Staatsfeiertag
am 1. Mai nicht viel eingefallen. Leider ... Dabei stünde die
geistige Landesverteidigung auch auf dem Lehrprogramm des österreichischen
Bundesheeres.
Am 1. Mai wird in Österreich pragmatischer und unverfänglicher Weise entweder dem Maibaum gehuldigt ("Maibaumaufstellen" = Volksfest am Land) oder es wird in den größeren Städten der "Tag der Arbeit" mittels politischer Kundgebungen gefeiert (= große Reden, denen in den letzten Jahrzehnten meist keine Taten folgen).
Wobei man den "Tag der Arbeit" im heurigen Jahr 2011 auch nicht wirklich feiern kann, denn es läuft eine EU-Übergangsfrist aus, mit der der österreichische Arbeitsmarkt bisher von den osteuropäischen Ländern geschützt war. Ab 1. Mai 2011 sind nun die österreichischen Grenzen auch für osteuropäische Arbeitssuchende offen und es wird vermutlich ein Lohndumping der Osteuropäer in Österreich einsetzen. Auf der Strecke werden viele österreichische Arbeitnehmer bleiben. Der österreichische Außenminister Spindelegger fordert auch noch zusätzliche 100.000 Ausländer für unsere Wirtschaft. Die Gewerkschaft kabbert immer noch am Verlust ihres Streikfonds durch die Spekulationsgeschäfte ihrer ehemaligen Gewerkschaftsbank BAWAG - wo leider Milliarden die Donau hinter geflossen sind bzw. in der Karibik versenkt wurden - und kann dem auch nichts entgegen halten. Immer mehr Gewerkschaftsmitglieder fragen sich, wozu sie denn eigentlich noch Gewerkschaftsmitglied sind? Einige beantworten die Frage konsequnter Weise mit einem Austritt.
Bei Schönwetter gehen die meisten Wiener am Staatsfeiertag Baden, Radfahren oder einen Ausflug ins Grüne, im restlichen Österreich macht man eventuell einen Ausflug oder man ißt und trinkt den ganzen Tag rund um den Maibaum oder auch im eigenen Garten.
Immerhin hängen am Staatsfeiertag ein paar patriotische Österreicher die rot-weiß-rote Fahne aus dem Fenster. Vom Absingen der Bundeshymne kann aber nicht die Rede sein. Kennen Sie einen Österreicher oder -in, der oder die am Staatsfeiertag die österreichische Bundeshymne singt?
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Veranstaltungen zum Tag der Arbeit - 1. Mai 2011:
* 1. Mai 2011: Kundgebung der SPÖ am Wiener Rathausplatz (nicht
zum Staatsfeiertag, sondern zum "Tag der Arbeit")
* 1. Mai 2011: Kundgebung der KPÖ in Wien am Ring und im Prater
(nicht zum Staatsfeiertag, sondern zum "Tag der Arbeit")
* 1. Mai 2011: Kundgebung der FPÖ: 9:00 Uhr - Urfahraner Jahrmarkt,
Linz (nicht zum Staatsfeiertag, sondern zum "Tag der Arbeit - 1. Mai")
(Amm Red.: "Tag der Arbeit" arbeiten die wenigsten Menschen in
Österreich. Nicht einmal die Wiener
städtischen Schwimmbäder haben offen (bis auf wenige Ausnahmen),
obwohl diese als Freizeitunternehmen an einem Feiertag viel Umsatz machen
könnten. Nach dem Willen der Wiener SPÖ werden die Wiener Bäder
immer erst am 2. Mai aufgesperrt, wo die meisten Menschen bereits wieder
arbeiten müssen und folglich nicht ins Schwimmbad gehen können
:-)
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Geschichte: 1. Mai - Tag der Arbeit:
Ursprung in Australien & USA: Der "Tag
der Arbeit" geht auf die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien
zurück, wo ein 8-Stunden Arbeitstag gefordert wurde, statt eines 12
Stunden Arbeitstages. Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen
(später Sozialistische Intenationale) im Jahre 1889 wurde zum Gedenken
an die Opfer des Haymarket Riot (Massenunruhen am 1. Mai 1886 und Folgetage)
in Chicago der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Am
1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal dieser „Protest- und Gedenktag“ mit Massenstreiks
und Massendemonstrationen in der ganzen Welt begangen.
Gesetzlicher Feiertag wurde der 1. Mai in Deutschland
ab 1933 durch die Nationalsozialisten. Das Reichsgesetz vom 10. April
1933 benannte ihn als „Feiertag der nationalen Arbeit“.
Mehr Infos => Geschichte des 1. Mai
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Nation & Nationalfeiertag & Staatsfeiertages in Österreich:
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Österreich als Staat, aber keine Nation: 1804-1867 Kaisertum Österreich
und 1867 - 1918 k.u.k. Monarchie
* Österreich wird eine Nation: 1918-1938
* Österreich wird aufgelöst: 1938–1945 Drittes Reich
* Österreich wird wieder ein eigener Staat und eine Nation: 2.
Republik Österreich ab 1945
* Österreich als Teil der Europäischen Union seit dem EU-Beitritt
Österreichs am 1.1.1995: Abbau der Nationalismen in Europa durch die
EU. Die Souveränität der Einzelstaaten wird immer mehr eingeschränkt.
Keine eigene Währung mehr. Oberste Gesetzgebung und Rechtssprechung
bei der EU.
Mehr Infos => Geschichte des Staatsfeiertages
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Die
Österreichische Bundeshymne, 1. Strophe
Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
|: vielgerühmtes Österreich,
:|
Ganzer Text & Melodie => Österreichische
Bundeshymne
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Weiterführende Informationen:
=> Nationalfeiertag Österreich
=> Feiertage in
Österreich 2011
=> EU Austritt Österreichs
=> Sanktionen
der Europäischen Union gegen Österreich
=> Hotels in Österreich, Hotels
in Wien
Feiertage anderswo: Manche Länder feiern ihre Nation, andere
ihren Staat
=> 2. Juni Nationalfeiertag in Italien: Festa della Repubblica
=> 14. Juli Nationalfeiertag in Frankreich: Fête
Nationale erinnert nicht an den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789,
sondern an das Föderationsfest (Fête de la Fédération)
1790, das sich aber auf den Volksaufstand im Vorjahr bezog. Bei dem Fest
legte der König vor Vertretern aller Provinzen und Stände einen
feierlichen Eid auf die Nation ab.
=> 1. August: Nationalfeiertag
Schweiz
(einziger staatlicher Feiertag, der in allen Kantonen gilt)
=> 15. August Staatsfeiertag
im Fürstentum Liechtenstein
=> 25. Juni Staatsfeiertag in Kroatien (Erinnert an die Unabhängigkeit
seit 25. Juni 1991)
=> 3. Oktober Nationalfeiertag in Deutschland (am
3. Oktober fand die offizielle Vereinigung von BRD und DDR
statt)
=> 28. Oktober Nationalfeiertag in Tschechien
=> 29. August (Aufstand gegen Hitler-Armee) und 1. September (Unabhängigkeit
von der Tschechoslowakischen Föderation): Nationalfeiertage Slowakei
=> Nationalfeiertage in Ungarn:
15. März:
Nationalfeiertag, in Erinnerung an die Märzrevolution 1848 (Nemzeti
ünnep)
20. August:
Nationalfeiertag, Tag des heiligen Stephan, Feier der Staatsgründung
(Szent István ünnepe)
23. Oktober:
Nationalfeiertag, in Erinnerung an den Volksaufstand 1956
Meine Erinnerungen an den Staatsfeiertag:
1. Mai, "Tag der Arbeit" - ich glaub früher
auch einmal "Tag der Jugend"..(?) - war eine zeitlang verboten,
(Dollfuß) aber wenn ich mich richtig erinnere, nach Faschismus wieder
als Staatsfeiertag und denke ab 1955 (?) gabs wieder den Maiaufmarsch auf
der Ringstraße.
Naja, das begann ja von der Sozialdemokratie als Streiktag und
später dann eben als Festtag mit der Ringparade. Sollte von den Arbeitern
in Österreich als Kampf für soziale Rechte gelten. Ursprünglich
wars ja wirklich ein Streiktag und niemand ging zur Arbeit. Heute fahren
zumindest die Wiener Linien wieder an dem Tag. Sicher wurde im Lauf der
Zeit viel erreicht.
Ehrlich gesagt fällt mir immer noch ein, wie
ich als Kind beim Burgtheater stand und die damals beeindruckende (ob der
Massen !) "Parade" (= Aufmarsch der Sozialisten) sah. Bleibt im
Gedächtnis mit vielen roten Fahnen, mit roten Nelken geschmückte
Räder. Dicht gedrängt die verschiedenen Gruppierungen (nach
Arbeitsbranche) und immer wieder die Parole laut schreiend gehört:
"Pittermann für Jedermann - Jedermann für Pittermann!".
Heute würde ich sagen : ein zur Schau
stellen der Politiker (Häupl & Co am Podest vorm Rathaus,
die sich selbst beklatschen.) und noch immer Singen der "Internationale".
Und wie früher, wo im Gemeindebau
die Fähnchen ausgeteilt wurden um sie am Fenster zu befestigen (bei
mir gabs stattdessen immer Windräder..) und das gemeinsame Marschieren
der roten Gruppen von jedem Bezirk zum Rathaus gibts auch nicht mehr...
Zum Staatsfeiertag dazu gehört aber auch der am Vorabend noch
immer stattfindende Fackelzug der sozialistischen Jugend.
Wenn ich das so schreib, denk ich mir: eigentlich wärs wieder
Zeit für mehr Gerechtigkeit im Staat zu kämpfen !!
Eigentlich sollte ich mich fragen warum
es Staatsfeiertag heißt wenn es ausschließlich ein "Fest" der
SPÖ ist. Aber ich denke, die Feier zu unserem Staat findet ja
am Nationalfeiertag
statt und einen Staatsfeiertag gibts im Sinne des Wortes nicht, sondern
eben einen Feiertag zum Tag der Arbeit am 1. Mai oder?? Jetzt heißts
Staatsfeiertag und dürfte eigentlich nur Tag der Arbeit heißen,
was ja auch eigen klingt, in diesen Zeiten.
Mir kommt der Gedanke, dass es am 1.Mai überhaupt keinen Staatsfeiertag
gibt, denn die SPÖ ist nicht der Staat Österreich.....
LG. Elfriede 25. April 2011
Anm. Red: Angeblich gab es die Maiaufmärsche der Gewerkschaft
in Wien schon ab dem Jahr 1945 wieder.
Warum es bis heute keinen gerechten Lohn für gerechte Arbeit
gibt ist leicht erklärt: Die SPÖ &ÖVP beschließen
immer höhere Steuern. Die Steuergelder werden dann großzügig
zur Parteienfinanzierung "umgewidmet". Der Staat nimmt den Arbeitenden
ca 40% ihres Gehalts weg. Da darf sich keiner wundern, warum mit viel Arbeit
nur wenig Geld herauskommt. Die Hauptursache, warum es noch immer keinen
fairen Lohn für viel Arbeit gibt, dürfte die völlig verfehlte
Politk von SPÖ & ÖVP sein, insbesondere wenn man an die Milliarden
Euros für Bankenhilfspakete und die Milliarden Euroa zur Rettung
der EURO-Währung denkt. Wenn SPÖ & ÖVP sich wirklich
um den Lohn der Bevölkerung Sorgen machen würden, dann müßten
Politiker mut gutem Beispiel voran gehen und auch die Politikergehälter
halbiert werden. (=> Politikerbezüge)
Nr 1: Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) bezieht € 22.848
monatlich an Steuergeld, Nr. 2 Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ)
bezieht € 20.400 monatlich an Steuergeld. Die Präsidentin des
Nationalrates Dr. Barbara Prammer (SPÖ) muß bei monatlichen
€ 17.136 auch nicht am Hungertuch nagen, ebenso wenig Bürgermeister
Michael Häupl (SPÖ) mit ca € 16.300 monatlich. Fairer Lohn?
Da stellt man sich am besten auf die Bühne und ruft den Menschen
zu: "Freundschaft Genossen"!
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